Wir haben für Sie nachfolgend einige Kriterien zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, eine geeignete PR-Agentur für die Öffentlichkeitsarbeit in Ihrem Unternehmen/Ihrer Organisation zu finden. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.
1. Der große Unterschied: PR-Agentur oder Werbeagentur?
Sehr häufig werden Public Relations mit Werbung gleichgesetzt. Zugegeben: Der Unterschied zwischen beiden Agenturtypen ist für Laien auf den ersten Blick marginal, mittel- und langfristig aber entscheidend, wenn bestimmte Ziele realisiert werden sollen. Wo liegen die konkreten Unterschiede? Werbung ist nahezu ausnahmslos absatzorientiert. Sie zielt auf die Bekanntmachung eines Produktes oder einer Dienstleistung und soll Reize bezüglich Kauf- bzw. Inanspruchnahme auslösen. Zeitlich betrachtet ist Werbung eine kurzfristige Maßnahme. Die Pressearbeit sowie die Kommunikation mit vielen externen sowie den gesamten internen Bezugsgruppen wird bei der Werbung ausgeklammert – sie fällt in den Bereich der Public Relations.
Public Relations sind mittel- und langfristig ausgerichtet und sollen durch Kommunikationsmaßnahmen ein positives Image aufbauen und etablieren. Diesbezüglich steht nicht nur ein einziges Produkt oder eine Dienstleistung im Mittelpunkt (Ausnahme: Produkt-PR), sondern das gesamte Unternehmen bzw. die gesamte Organisation. Hierfür werden Maßnahmen entwickelt, die speziell auf die unterschiedlichen Zielgruppen abgestimmt sind. Schwerpunkte der PR sind also die Präsentation eines Unternehmens/einer Organisation, die Kommunikation und der Informationsaustausch mit den verschiedenen Zielgruppen, insbesondere die Pressearbeit.
Daher unser Tipp: Prüfen Sie Ihr Vorhaben genau. Wo liegt der Schwerpunkt? Möchten Sie für ein Produkt/eine Dienstleistung werben oder Ihr gesamtes Unternehmen bekannter machen und langfristig positionieren? Beauftragen Sie je nach Situation nur spezialisierte Agenturen, also PR-Agenturen oder Werbeagenturen. Verteilen Sie einen Großauftrag, der sowohl Werbung als auch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beinhaltet, an mehrere Agenturen.
2. PR-Berater oder Full-Service-Agentur?
Die Dienstleister in der PR-Branche unterscheiden sich zunächst grob in reine Berater und in Agenturen. Berater üben - wie der Begriff bereits vermuten lässt - meist nur beratende Tätigkeiten aus. Sie analysieren und konzipieren Kommunikationsmodelle und PR-Maßnahmen. Die praktische Umsetzung wird in der Regel aber nicht mehr von Beratern realisiert. Sie fällt in den Bereich der Agenturen.
PR-Agenturen, meist sogenannte "Full-Service-Agenturen", bieten Ihren Kunden Beratung, Konzeption, Umsetzung und Erfolgskontrolle von PR-Maßnahmen. Ein großer Vorteil: der Koordinationsaufwand ist bei der Beauftragung von Agenturen mit Full Service geringer.
Daher unser Tipp: Prüfen Sie, ob Sie Ihr Vorhaben mit eigenen Ressourcen bewältigen können und daher nur eine phasenweise Beratung benötigen. In diesem Fall dürfte ein PR-Berater bzw. eine PR-Beratungsagentur in der Regel ausreichend sein. Wenn Sie nicht auf eigene Ressourcen zurückgreifen können, sollten Sie sich für eine PR-Agentur mit Full Service entscheiden.
3. Spezialisierte Agenturen oder Allround-Dienstleister?
Unter den PR-Agenturen finden sich Dienstleister, die sich auf Branchen und Themengebiete spezialisiert haben, zum Beispiel Politik, IT, Gesundheit, Finanzen usw. Ihnen gegenüber stehen die Allround-Agenturen, die sich schwerpunktmäßig nicht oder nur nachrangig spezialisiert haben. Bei der ersten Kontaktaufnahme kann eine Spezialisierung erfragt werden.
Für spezialisierte PR-Agenturen sprechen die Fach- und Branchenkenntnisse. Nachteilig kann sich allerdings auswirken, wenn Automatismen bestehen, "alt-bewährte" Konzepte auf Neukunden zu übertragen. Des Weiteren kann sich der Spezialisierungsgrad einer Agentur bei den Honorarsätzen deutlich bemerkbar machen.
Daher unser Tipp: Laden Sie mehrere Agenturen ein. Lassen Sie sich die Arbeitsweise und das Honorar der jeweiligen Agenturen erläutern.